Neben meiner anwaltlichen Tätigkeit war ich als Anhörer beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) tätig, vgl. hierzu § 47 BRAO.

 

Beim BAMF habe ich Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Iran, Afghanistan, Pakistan und vieler anderer Länder angehört. Ich bin daher mit der Tätigkeit dieser Behörde von der Anhörung bis zur Bescheiderstellung vertraut.

 

Daher kann ich Sie auf eine Anhörung optimal vorbereiten und auch an dieser als Ihr Rechtsbeistand teilnehmen. Während der Befragung kann auch der Rechtsbeistand Fragen stellen und Erklärungen abgeben, die in das Anhörungsprotokoll aufgenommen werden. Insbesondere achte ich darauf, dass die Rechte der Antragsteller (und der Antragstellerinnen) gewahrt werden und diese ihre Fluchtgeschichte ohne Unterbrechung und vollständig vortragen können.

 

Ich werde darauf achten, dass im Rahmen der Rückübersetzung des Anhörungsprotokolls keinerlei Informationen verloren gehen. Ich kann auch im Rahmen der Anhörungssituation beurteilen, ob die/der Dolmetscher/in geeignet ist, eine qualifizierte Übersetzung zu veranlassen. Ist das nicht der Fall, haben Sie einen Anspruch auf einen neuen Dolmetscher gegebenfalls auch auf einen neuen Anhörungstermin. Es wäre mit erheblichen Rechtsverlusten zu rechnen, wenn die Übersetzung unzureichend oder gar fehlerhaft ist.

 

Sie haben auch das Recht, einen Dolmetscher auf eigene Kosten zu der Anhörung hinzuziehen. Allerdings ist immer ein Dolmetscher des BAMF von Amts wegen zugegen. Dieser ist auch für die Übersetzung zuständig.

 

Als Rechtsanwalt habe ich ein uneingeschränktes Akteneinsichtsrecht. Dazu wird mir auf meinen Antrag hin der gesamte Inhalt der elektronischen Akte übermittelt. 

 

Meine Beratungen und anwaltlichen Tätigkeiten umfassen:

 

 

- Vorbereitung und Begleitungen zu den Anhörungen

 

- das Grundrecht auf Asyl gemäß Art. 16 a Grundgesetz

 

- den Flüchtlingsschutz nach § 3 Asylgesetz (liegt eine individuelle Verfolgung vor?)

 

- den subsidiären Schutz nach § 4 Asylgesetz

 

- Fragen der Familienzusammenführung

 

- Fragen der Dublin-Verordnung (Europäische Zuständigkeiten im Asylrecht)

 

- die Abschiebungsverbote nach

§ 60 Aufenthaltsgesetz (Fragen der Duldung und Ansprüche nach dem Aslybewerberleistungsgesetz)

 

- im gerichtlichen Verfahren den vorläufigen Rechtsschutz und das Klageverfahren gemäß §§ 74 ff. Aslygesetz

(Hier ist Eile geboten wegen der vergleichsweise verkürzten Fristen. Nehmen Sie sofort mit mir Kontakt, wenn Sie einen ablehnenden Bescheid erhalten!)

 

- Vertretung vor der Ausländerbehörde bei Angelegenheiten von Abschiebungen oder der Ausstellung von Duldungen

 

Bei der Wahrnehmung Ihrer Rechte stehe ich Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

 

Im außergerichtlichen und gerichtlichen Verfahren trägt (zunächst) der Antragsteller die Kosten des Rechtsanwalts.

 

Diese Kosten werden von der Staatskasse übernommen, wenn die Erfolgsaussichten der Klage zumindest offen sind. Dazu muss Prozesskostenhilfe beantragt werden. Ob diese bewilligt wird, hängt dann davon ab, ob der zuständige Richter der Klage nach Lage der Akten Erfolgschancen einräumt.

 

Ich bin übrigens auch Strafverteidiger. Besonders im Aufenthaltsrecht gibt es Bezüge zum Strafrecht. Bereits eine rechtskräftige Verurteilung ab einem Jahr Freiheitsstrafe, ob mit oder ohne Bewährung, kann zur Ausweisung aus der Bundesrepublik Deutschland führen.

 

Neben meiner gegenwärtigen anwaltlichen Tätigkeit war ich auch früher beruflich und kommunalpolitisch mit Fragen der Zuwanderung befasst.

 

Ich spreche Deutsch und Türkisch. In Englisch sind Grundkenntnisse vorhanden.

 

Bei der arabischen und anderer Sprachen muss allerdings auf eigene Kosten ein Dolmetscher oder eine Dolmetscherin hinzugezogen werden, wenn nicht eine Beratungseinrichtung den Dolmetscher stellt.

 

Sollten Sie einen ablehnenden Bescheid oder nur den subsidiären Schutz erhalten, so rufen Sie mich sofort an. Die Frist für die Einreichung der Klage beträgt 14 Tage und die Klagebegründungsfrist einen Monat. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Zustellung des Bescheids (in Form einer förmlichen Zustellung mit einem gelben Umschlag und dem Zustellungsdatum).

 

Sollten Sie eine Aufforderung zur Ausreise binnen einer Woche erhalten, so müssen Sie dagegen im Eilrechtsschutz vorgehen (Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO). Die Frist hierfür beträgt eine Woche und in diesem Falle verkürzt sich die Klagefrist ebenfalls auf eine Woche. Im vorläufigen Rechtsschutz entscheidet das Gericht im schriftlichen Verfahren. Diese Entscheidungen sind unanfechtbar!

 

Lesen Sie dazu unbedingt die Rechtsmittelbelehrungen am Ende des Bescheids.

 

Handeln Sie schnell, bevor ein Rechtsverlust eintritt!

 

Ich freue mich über Ihren Besuch in unserer Kanzlei.