Vorladung bei der Polizei! Was nun?

 

Jeder von uns kann mal "in Konflikt mit dem Gesetz" geraten. Und sei es aus Unachtsamkeit, unabsichtlich oder durch die Strafanzeige eines Dritten. Wenn dann Post von der Polizei kommt, heißt es aber zunächst Ruhe bewahren!

 

Aus vielen Filmen kennen wir den schönen Satz: " ... sonst lade ich Sie ins Polizeipräsidium vor !" Lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern! Was viele Menschen nicht wissen: Kein Beschuldigter* muss bei der Polizei erscheinen (bei der Staatsanwaltschaft und dem Gericht aber schon).

 

Ich rate Ihnen daher - auch im Falle einer Verhaftung - von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch zu machen! Niemand ist verpflichtet, sich selbst zu belasten. Und die Richter dürfen aus ihrem Schweigen keine für Sie nachteiligen Schlüsse ziehen. Reden Sie mit dem netten Polizisten auch nicht über das Wetter oder über Fußball! Reden Sie sich nicht um Kopf und Kragen! Erst nach erfolgter Akteneinsicht werden wir uns gegenüber den Strafverfolgungsbehörden äußern. Anders als der Beschuldigte erhält ein Verteidiger als ein Organ der Rechtspflege unbeschränkte Akteneinsicht. Er ist auf den selben Informationsstand zu versetzen wie die Staatsanwaltschaft und das Gericht. Nur wer die Akten vollständig kennt, hat einen Informationsvorsprung.

 

Sollte es aber zu einer Anklageerhebung oder einem Strafprozess kommen, so sitzt der Beschuldigte meist hilflos vor juristisch geschulten Staatsanwälten und Richtern. Damit Sie nicht alleine bleiben stehe ich Ihnen als Strafverteidiger als Beistand  - so sieht es nämlich die Strafprozessordnung vor - zur Seite. Und der Strafverteidiger ist vor allem der Garant dafür, dass der Beschuldigte ein rechtsstaatliches Verfahren erhält. Die Unschuldsvermutung ist übrigens gesetzlich geregelt!

 

Damit es aber erst gar nicht zu einer Anklageerhebung kommt, sollten Sie mich nach Erhalt eines Schreibens unverzüglich kontaktieren, damit wir gemeinsam die beste Verteidigungsstrategie für Sie erarbeiten. Denn durch eine effektive Strafverteidigung kann in geeigneten Fällen eine Einstellung des Verfahrens erreicht werden.

 

Auch berate ich Sie gern darüber, ob nach Lage der Akten ein frühzeitiges Geständnis angezeigt ist. Dieses wirkt sich regelmäßig im Rahmen der Strafzumessung strafmildernd aus, da das zuständige Gericht keine umfangreiche Beweisaufnahme mehr vornehmen muss. Jedes Geständnis wird aber auf seine Glaubhaftigkeit hin untersucht.

 

Im Falle einer Verhaftung oder in unaufschiebbaren Angelegenheiten können Sie mich 24 Stunden lang unter meiner Notrufnummer 033203 - 731 362 erreichen.

 

(acil servis: 033203 - 731 362) 24 saat

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* Der hier genannte Personenkreis und die Bezeichnung von Amtspersonen umfasst selbstverständlich Männer wie Frauen gleichermaßen.